Tools, Tools, Tools

[print]

Management-Instrumente und –Methoden sind aus dem heutigen Führungsalltag nicht mehr wegzudenken. Solche Tools helfen, die vorhandene Komplexität systematisch zu reduzieren und zu nutzen. Sie unterstützen die Beteiligten beim Erarbeiten von Problemlösungen und Entscheidungsfindungen. Doch welche Tools sollen überhaupt verwendet werden? Und wie werden sie richtig eingesetzt?

Tools gibt’s heute für (fast) jeden Management-Bereich. Vor ein paar Wochen ist eine gut gefüllte Toolbox in Buchform von der Zeitschrift Führung + Organisation herausgegeben worden (Toolkit – Managementinstrumente für die Praxis; ISBN 978-3-7910-3477-5). Es werden 40 praxiserprobte Instrumente und Methoden für Strategie & Leadership, Organisation & Change Management und Projekt- & Prozessmanagement vorgestellt. Von erfahrenen Anwendern wird jeweils gezeigt, welche Aufgaben die Instrumente erfüllen, wie sie in der Praxis richtig eingesetzt werden, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind usw. Kleine Eigenwerbung: Mehrere Beiträge im Buch stammen von mir.

Bevor diese und andere Tools in der Management-Praxis eingesetzt werden, sollten jedoch zunächst einige Fragen beantwortet werden:

  • Wie wird das Tool überhaupt richtig verwendet?
  • Welche grundlegenden Annahmen sind damit verbunden?
  • Was kann das Tool? Was kann es nicht?
  • Was blende ich aus, wenn ich dieses Instrument verwende?
  • Kann ich meine Ziele damit erreichen?
  • Wie aufwändig ist der Einsatz des Tools? In welchem Verhältnis steht dieser Aufwand zum Nutzen?
  • Ist es überhaupt für die beabsichtigten Nutzer geeignet? Kann es von diesen kompetent angewandt werden?
  • etc.

Bei grösseren Vorhaben – etwa bei einer Organisationsanalyse – muss die Anwendung von Management-Instrumenten konzeptionell eingebunden werden. Im Kern geht es darum, Ziele, Prozesse und Tools festzulegen:

Ziele Prozesse Tools
Welche (Teil-) Ziele sollen mit dem Einsatz der Tools erreicht werden? Welche (Zwischen-) Ergebnisse werden erwartet? In welcher Reihenfolge sollen diese (Teil-) Ziele, resp. (Zwischen-) Ergebnisse erreicht werden? Was bedeutet das für den Einsatz der Tools? Welche Tools braucht es, um die Ziele zu erreichen und einen stimmigen Prozess zu ermöglichen?

Ich plädiere also für einen reflektierten und systematischen Umgang mit Management-Tools. Dazu gehört meines Erachtens auch, dass man sich immer bewusst sein sollte, welche Grenzen mit diesen Instrumenten verbunden sind. Was wir aus der Informatik wissen, gilt auch hier: Garbage in, garbage out. Zudem ist es wichtig, eine gute Balance zwischen strukturiertem, tool-orientiertem und flexiblem, offenen, manchmal auch intuitivem Managen zu finden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar